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Bekämpfung der Malaria

In der Nacht kommen die Moskitos aus den Sümpfen und suchen sich ihre Opfer. Ein Stich genügt, und die Insekten saugen sich mit Blut voll. Dabei hinterlassen sie in den Adern der Menschen oft eine tödliche Fracht: Parasiten, die Malaria auslösen – eine der gefährlichsten Tropenkrankheiten. Weltweit sterben jährlich annähernd 1.000.000 Menschen daran, 85 Prozent davon sind Kinder unter fünf Jahren.

Bayer CropScience nutzt mehrere Ansätze, um der Bedrohung durch die Malaria zu begegnen:

LifeNet® Neuartige Moskito-Netze mit eingebautem Wirkstoff » mehr
Suche nach neuen Molekülen für eine effiziente Insektenbekämpfung » mehr
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Arten der <strong>Anopheles-Mücke</strong> kommen weltweit in den Tropen und Subtropen vor, hauptsächlich in großen Teilen Afrikas südlich der Sahara, in Südost bis Zentral-Asien sowie in Zentral-Amerika und der Karibik. Die Art (Anopheles gambiae) ist ein sehr effizienter Malariaüberträger, da sie bevorzugt beim Menschen Blut saugt. Laut Welt Malaria Report 2008 der  Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben im Jahre 2006 rund 880.000 Menschen an Malaria, 90 Prozent davon in Afrika.
Arten der Anopheles-Mücke kommen weltweit in den Tropen und Subtropen vor, hauptsächlich in großen Teilen Afrikas südlich der Sahara, in Südost bis Zentral-Asien sowie in Zentral-Amerika und der Karibik. Die Art (Anopheles gambiae) ist ein sehr effizienter Malariaüberträger, da sie bevorzugt beim Menschen Blut saugt. Laut Welt Malaria Report 2008 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben im Jahre 2006 rund 880.000 Menschen an Malaria, 90 Prozent davon in Afrika.
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LifeNet® Neuartige Moskito-Netze mit eingebautem Wirkstoff

Der wichtigste Schutz gegen eine Infektion durch die fliegenden Blutsauger: ein feines Netz, dünn wie der Tüll eines Brautschleiers. Damit die Menschen in tropischen Gebieten nachts auch langfristig vor den Moskitos sicher sind, bauen Forscher von Bayer CropScience jetzt erstmals Insektizide – den von der WHO für Mückenschutz empfohlenen Wirkstoff Deltamethrin – direkt in die Fasern von Kunststoff-Geweben ein.



Das Ergebnis ist eine neue Textilfaser, aus der imprägnierte Mückennetze hergestellt werden können, die weicher, stärker und länger wirksam sind. Die neue Technologie – ein sogenanntes Long Lasting Insecticidal Net (LLIN) – soll unter dem Namen LifeNet® ab 2011 vermarktet werden. Im März 2010 hatte Bayer CropScience die Netze bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Prüfung eingereicht und inzwischen eine vorläufige Empfehlung erhalten.
Weitere Informationen zum Thema LifeNet finden Sie im Bayer Forschungsmagazin research
(PDF 455 KB)


Suche nach neuen Molekülen für eine effiziente Insektenbekämpfung

Ein weiterer Ansatz für eine wirksame Bekämpfung der Malaria ist die Suche nach völlig neuen Molekülen. Ein wichtiges Projekt ist hierbei die Kooperation mit der Firma SentiSearch Inc., die zunächst für zwei Jahre abgeschlossen wurde.

Das Projekt beruht auf der bahnbrechenden Forschungsarbeit von Professor Richard Axel und Professorin Leslie Vosshall. Sie haben chemosensorische Rezeptoren entdeckt, die für die Geruchswahrnehmung zuständig sind. Professor Axel erhielt im Jahr 2004 für seine wegbereitenden Studien über olfaktorische Wahrnehmungen den Nobelpreis für Medizin und Physiologie.

Ziel der Kooperation ist die Entwicklung innovativer Lösungen, um Malaria und Dengue-Fieber in Ländern, in denen diese Krankheiten endemisch auftreten, besser bekämpfen zu können. Dafür sollen neue Moleküle gefunden werden, die die Geruchsrezeptoren von Insekten beeinflussen. Die Kooperation umfasst auch Vereinbarungen mit der Columbia University und der Rockefeller University (New York, USA).



Bayer CropScience wird in dieses Projekt seine umfangreiche Substanzbibliothek, Screening-Möglichkeiten sowie seine Erfahrung in der chemischen Synthese und bei der Entwicklung von Insektiziden einbringen. SentiSearch und die Universitäten werden gemeinsam patentrechtlich geschützte Prüfverfahren und Know-how auf dem Gebiet der Chemorezeption bei Insekten zur Verfügung stellen. Damit kann Bayer CropScience diese Prüfverfahren zur Identifizierung von Verbindungen einsetzen, die die Aktivität der Geruchsrezeptoren verändern können.

Der Geruchssinn ist für die Steuerung verschiedener Verhaltensweisen von Insekten verantwortlich – beispielsweise für die Ortung von Nahrung, Menschen, Tieren und Paarungspartnern. Moskitos, die gefährliche Tropenkrankheiten auf Menschen übertragen können, finden ihre Wirtstiere unter anderem anhand des CO2-Gehalts in deren Atemluft. Die neuen Moleküle sollen die entsprechenden Rezeptoren blockieren – menschliche Gerüche sind dann für das Insekt nicht mehr wahrnehmbar.


Mehr zum Thema Vectorkontrolle und Malaria:
www.vectorcontrol.bayer.com
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