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Postbüro mit Weizenbörse und Wetterkarte

Bayer CropScience schafft direkten Zugang zu Marktinformationen für indische Landwirte

Im Internet verfügbare Informationen helfen den Farmern bessere Preise für Ihre Ernteerträge zu erzielen.
Gemeinsam mit der indischen Warenterminbörse Multi-Commodities Exchange of India (MCX) stellt Bayer CropScience aktuelle Markt- und Serviceinformationen für indische Farmer zur Verfügung. Die nötige Infrastruktur für das Projekt bilden die landesweit vernetzten Postfilialen, die alle über einen Computer verfügen. In zunächst 15 Postbüros im Bundesstaat Karnataka, die zu agrarwirtschaftlichen Serviceplattformen erweitert werden (Gramin Suvidha Kendra), werden Informationen bereitgestellt, die für die Landwirte vor Ort von Nutzen sind: Marktpreise für Ernteerträge, Zwischenlagermöglichkeiten oder Wetterberichte. Auch Pflanzenschutzmittel sind in diesen dörflichen Servicezentren erhältlich. Die lokalen Betriebe erhalten so relevante Informationen von der Saat bis zur Ernte. Sie können Preise für ihre Ernteerträge und andere Serviceangebote unmittelbar vergleichen. Bayer CropScience ermöglicht so den Bauern einen direkten Marktzugang als Alternative zu den tradierten, ineffizienten Wegen über oft mehrere „Mittelsmänner“.

An einer Poststelle werden Preisinformationen auf eine Tafel geschrieben und so den Farmern der Region zugänglich gemacht.
Postbüros werden Servicezentren für die indische Landwirtschaft

Da die Farmer vielfach weder Lesen noch Schreiben oder gar einen Computer bedienen können, werden die Informationen von einem durch das Projekt finanzierten Mitarbeiter aufbereitet und den Farmern zugänglich gemacht. Damit können diese die Dynamik am Markt besser nützen und z.B. die Ernte lagern, bis bessere Preise erzielt werden können. Auch erhalten sie den aktuellen Wetterbericht, mit dem Sie unter anderem den Erntezeitpunkt optimal festlegen können. Die Farmer können im dörflichen Servicezentrum zudem seriöse Ernteversicherungen erwerben.

„Über eine spezielle Projektwebseite der Multi Commodity Exchange werden die für die Farmer benötigten Informationen in den landesweit vernetzten Postbüros bereitgestellt“, erklärt Dr. Uwe Brekau, verantwortlich für Corporate Social Responsibility bei Bayer CropScience. Ergänzend können auch andere Webseiten aufgerufen werden. Die Postzweigstellen, die in das Projekt einbezogen werden, verfügen über die nötige Hardware und über die erforderlichen Räumlichkeiten. Jede einzelne der über 155.000 Postbüros in Indien könnte somit sukzessive zu einem wertvollen Servicezentrum für die indischen Landwirte werden.

Postbeamtin S. K. Kumbar vom örtlichen Regionalbüro in Jigalur füllt eine Tabelle mit Preisinformationen aus.
Wertschöpfung verbleibt in der dörflichen Gemeinschaft

Bayer CropScience hofft damit die wirtschaftliche Situation im ländlichen Umfeld insgesamt zu verbessern. Ein größerer Anteil der Wertschöpfung verbleibt zunächst in der dörflichen Gemeinschaft und kann die Grundlage zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung und zur Verbesserung der Lebensqualität bilden. Damit sollen auch die Voraussetzungen für den Schulbesuch von mehr Kindern verbessert werden.

„Bereits im ersten Halbjahr 2009 zeigten sich sichtbare Erfolge“ erklärt Suhas R. Joshi, der Leiter des Child Care Programs von Bayer CropScience zum aktuellen Stand des Projektes. „Bislang sind die Rückmeldungen rundweg positiv. Seit dem Start im letzten Jahr haben sich etwa 700 Farmer über das Konzept informiert, und knapp 300 von ihnen haben sich bereits registrieren lassen.“ Die Bauern profitieren nach eigenen Angaben von den täglich aktualisierten Informationen, indem sie jetzt beispielsweise wissen, wo und zu welchem Preis sie ihre geernteten Produkte anbieten können.


Sanganbassapa Shankarappa Ronad, ein Farmer aus dem Dorf Savadi im Gadag District freut sich über die erzielten Vorteile durch das dörfliche Servicezentrum (Gramin Suvidha Kendra): “In meinem Dorf erhalte ich durch das Projekt täglich aktuelle Preisinformationen auf einer Tafel im Postbüro. So habe ich meine Erdnüsse in Gadag zu einem besseren Preis verkaufen können. Das Gramin Suvidha Kendra unterstützt alle Bauern in unserem Dorf mit Informationen vor allem über die Preisentwicklung für Kichererbsen, Mais und Weizen.“


[ zuletzt geändert: Donnerstag 24. September 2009 ]