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Dienstag, 2. Juni 2009

Bayer CropScience Editorial Service - Ausgabe 8

Kindern eine Zukunft geben

12. Juni - Internationaler Tag gegen Kinderarbeit

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In vielen Kulturen, beispielsweise in Afrika oder auf dem indischen Subkontinent, ist Kinderarbeit leider auch heute noch tief verwurzelt und weit verbreitet: Arbeitende Kinder gehören dort oft zum Straßenbild. Industrienationen haben weniger unmittelbar mit diesem Problem zu kämpfen. Aber: Kinderarbeit landet auch in diesen Ländern. Unsichtbar, in Form von Produkten. Am 12. Juni, dem internationalen Tag gegen Kinderarbeit, werden jährlich die Anstrengungen gegen die Ausbeutung von Kindern ins Bewusstsein gerufen.

Der Bayer Konzern toleriert keine Kinderarbeit. Das gilt auch für den Teilkonzern Bayer CropScience und seine Zulieferer. Diese Leitlinie ist unmissverständlich und wird bei der Produktion von Baumwollsaatgut durch das „Bayer CropScience Child Care Program“ auf mehreren Ebenen umgesetzt:
Eindeutiges vertragliches Verbot von Kinderarbeit mit abgestuften Sanktionen bei Nichtbefolgung und Anreize beim Verzicht auf Kinderarbeit,
Kontrolle auf den Produktionsflächen,
Bildungsangebote: Zurück auf die Schulbank ist das Ziel der Learning For Life Initiative“,
Kommunikationsmaßnahmen zur Schärfung des Problembewusstseins vor Ort,
Anreize für Landwirte zur Unterstützung des Prozesses, z. B. durch Mikrokredite und Schulungen.

Der Kindheit beraubt
Kinderarbeit hat viele Gesichter: In Kambodscha beispielsweise werden Kinder als Farmarbeiter ins benachbarte Thailand verkauft. In anderen Ländern arbeiten sie als Dienstboten und Straßenverkäufer oder müssen schwerste körperliche Strapazen ertragen in Steinbrüchen, Baracken und Höhlen: Viele Kinder schuften gar unter lebensgefährlichen Bedingungen in Goldminen. Weltweit arbeiten etwa 158 Millionen Kinder zwischen fünf und 14 Jahren, schätzt die Kinderhilfsorganisation der Vereinten Nationen UNICEF. Die internationale Arbeitsorganisation (ILO) berichtet sogar von 211 Millionen Kinderarbeitern. Viele Halbwüchsige arbeiten unter Bedingungen, die ihrer Gesundheit und Entwicklung schaden. Ein Bereich, in dem besonders viele Kinder arbeiten, ist die Landwirtschaft. Hier finden sich laut ILO etwa 69 Prozent der arbeitenden Kinder.

Die meisten der minderjährigen Hilfskräfte leben in Afrika, südlich der Sahara. Dort ist jedes dritte Kind in der Altersgruppe der Fünf- bis 14-Jährigen betroffen. Niemand weiß, wie viele Kinder genau arbeiten, erklärt das Kinderhilfswerk „terre des hommes“. Besonders die schlimmsten Formen der Kinderarbeit finden im Verborgenen statt: Rund 8,4 Millionen Mädchen und Jungen weltweit werden als Zwangsarbeiter oder Kindersoldaten sogar unter extremen Bedingungen ausgebeutet, berichtet UNICEF.

Kinderarbeit: ein globales Problem
Kinderarbeit ist ein komplexes gesellschaftliches Problem: Die Industrieländer sind als Käufer von durch Kinderarbeit hergestellten Produkten ebenso Teil des Problems wie die Erzeugerländer. Die Ursachen für Kinderarbeit liegen neben der kulturellen Verwurzelung im starken wirtschaftlichen Ungleichgewicht der betroffenen Länder und in einer Kombination aus mangelhaften Sozialsystemen, fehlender Bildung, Armut und Ausbeutung. Eine schnelle und einfache Lösung zur Vermeidung ist nicht zu finden. Ein Verbot alleine kann Kinderarbeit ebenso wenig beseitigen wie ein genereller Einfuhrstopp aus Ländern, in denen Kinderarbeit vorkommt. Auch Hilfsorganisationen wie UNICEF oder „terre des hommes“ lehnen solche undifferenzierten Boykott-Aktionen ab.

Das Geld, das die jüngsten Familienmitglieder verdienen, ist oft ein unverzichtbarer Beitrag zum Familieneinkommen: Die wirtschaftliche Not diktiert das Handeln. Kinderarbeiter, die einfach entlassen werden, bekommen keine Hilfe und landen auf der Straße oder in noch schlimmeren Ausbeutungsverhältnissen. In anderen Fällen haben die Kinder ihre Eltern verloren und müssen deswegen allein für sich und die Geschwister sorgen. Viele Arbeitgeber sehen mit der Anstellung von Kindern ein gutes Geschäft: Die Kinder führen Aufgaben bereitwilliger durch und sind meist nicht gewerkschaftlich organisiert.

Kinderhände auf Baumwollfeldern
In Indien ist es für viele Familien selbstverständlich, dass die Kinder zum Unterhalt der Familie beitragen. Gemäß alter Tradition arbeiten Kinder und Eltern gemeinsam auf den Feldern. Kinderarbeit in der Landwirtschaft ist dort nicht gesetzeswidrig. Im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh, dem viertgrößten Bundesstaat des Landes, arbeiten tausende Kinder in der Produktion von Hybrid-Baumwollsaatgut. Bei der Herstellung von Hybrid-Baumwollsaatgut müssen die Pflanzen einzeln per Hand bestäubt werden. Eine Arbeit, die häufig Kinder ausführen. Schon Sechsjährige kann man dabei auf Anbauflächen antreffen. Kinder sind als Arbeitskräfte beliebt, da sie geschickt und fügsam sind. Landwirte beschäftigen Kinder auch, weil Ihre Körpergröße gut zu den Baumwollpflanzen passt und sie den Anweisungen nicht widersprechen. Elf, zwölf Stunden Arbeitszeit sind keine Seltenheit.

Mit der Übernahme des indischen Saatgutunternehmens Proagro Ende 2002 wurde auch Bayer CropScience mit Kinderarbeit in der Produktion von Baumwollsaatgut konfrontiert. „Wir mussten damals feststellen, dass ein Verbot allein nicht ausreicht. Wenn wir die Kinder von den Feldern bekommen wollen, brauchen wir viel mehr. Wir brauchen eine Bewußtseinsänderung und gleichzeitig Bildungsalternativen für die Kinder“, sagt Dr. Uwe Brekau, zuständig für Corporate Social Responsibility bei Bayer CropScience. „Man muss sich überlegen, was für die Familien eine überzeugende Alternative ist und auch einen finanziellen Anreiz schaffen“, so Brekau.

„Bayer CropScience Child Care Program“

Strenge Kontrollen gegen Kinderarbeit
Bayer CropScience toleriert in seiner Zulieferkette keinerlei Kinderarbeit. Die Umsetzung dieser Unternehmensrichtlinie bei der Produktion von Baumwollsaatgut gewährleistet ein effektives Kinderschutzprogramm, das „Bayer CropScience Child Care Program“. Ein erster wichtiger Schritt ist, die Farmer, die Baumwollsaatgut produzieren, vertraglich zu verpflichten, keine Kinder zu beschäftigen. In den vertraglichen Vereinbarungen werden abgestufte Sanktionen bis hin zur Vertragskündigung bei Nichtbefolgung und gleichzeitig Anreize beim Verzicht auf Kinderarbeit festgelegt. „Um die Einhaltung der Verträge zu prüfen, führen wir regelmäßig ein Field-Monitoring durch“, erklärt Kempe Gowda, Manager Filed Implementation Child Care Program. Mindestens sechsmal pro Pflanzsaison kommen die Prüfer unangemeldet zum Saatguthersteller und dokumentieren das Alter der Arbeitskräfte auf den Baumwollsaatgut-Anbauflächen. Das dabei eingesetzte Personal besteht aus Einheimischen, die dafür ausgebildet wurden. Sie beherrschen die Sprache, kennen kulturelle Gepflogenheiten und die Lebensumstände der ländlichen Bevölkerung. Sie vermitteln den Farmern bei ihren Besuchen zudem praktisches Wissen, das zur Erzielung höherer Ernten führt. Seit Bayer CropScience das Programm in den Bundesstaaten Andrah Pradesh, Karnataka und Tamil Nadu etabliert hat, konnten die für das Unternehmen arbeitenden Farmer deutlich mehr Baumwollsaatgut pro Flächeneinheit produzieren. So sinkt der Druck oft billigere Kinder als Arbeitskräfte einzusetzen. Die Vermittlung von Mikrokrediten mit seriösem Zinsniveau unterstützt dies.

„Learning for Life“ - Mit Bildung gegen Ausbeutung
Vor allem in den Köpfen muss sich durchsetzen, dass mehr Wissen auch im praktischen Leben das Einkommen besser sichert. „Es kostet viel Überzeugungsarbeit, damit die Familien ihre Kinder in die Schule schicken“, sagt Ramanianeyulu, Lehrer in Armagidda, einem kleinen südindischen Dorf. „Denn wir arbeiten hier gegen eine jahrhundertealte Tradition. Sie besagt, dass Kinder auf dem Feld mitarbeiten müssen, um ihre Familie zu ernähren.“ Nach der harten Feldarbeit bleibt aber für Bildung weder Zeit noch Kraft und damit auch kaum eine Chance dem Kreislauf der Armut zu entrinnen. Entweder fehlt den Familien das Geld, ihre Kinder mit Schulgeld, -material oder –uniform auszustatten oder es fehlen Bildungsangebote mit gut ausgebildeten Lehrern und Unterrichtsmaterial. Meist empfinden die Menschen den Unterrichtstoff in den Schulen als lebensfremd. Viele Eltern halten deswegen die Arbeit für sinnvoller. Ein Teufelskreis entsteht: Erwachsene oder Jugendliche, die selbst keine Chance auf eine Schulbildung hatten, stehen den Institutionen skeptisch gegenüber.

Um gegen Kinderarbeit vorzugehen und langfristigen Erfolg zu erzielen, sind mehrere Ansatzpunkte erforderlich. Eine Bewußtseinsänderung ist nötig. Die Probleme von Kinderarbeit müssen Bestandteil intensiver Kommunikationsarbeit sein. „Wir müssen die Eltern überzeugen, dass es sich langfristig für ihre Familie rentiert, wenn sie ihre Kinder in die Schule anstatt aufs Feld schicken“, erklärt Ananda UVL, Unternehmenssprecherin für Bayer CropScience India. Im Bundesstaat Andhra Pradesh hat das Unternehmen beispielsweise gemeinsam mit der indischen Naandi Foundation 19 sogenannte „Creative Learning Centers“ eingerichtet. Diese Brückenschulen oder kreative Lernzentren sollen die Kinder aus ländlichen Familien auf den Besuch der staatlichen Schule vorbereiten, aber auch helfen die Einschulungsquote zu erhöhen. Das Ziel ist, Kindern, die bisher keinen Schulzugang besaßen, eine Alternative zur Arbeit auf den Feldern zu bieten. Auf diese Art soll ihnen der Eintritt ins reguläre indische Schul- und Bildungssystem ermöglicht werden. Zu den von Bayer CropScience finanzierten Leistungen zählt auch, Lehrer weiterzubilden und Mahlzeiten für die Kinder bereitzustellen. Weit mehr als 1.000 Kinder haben hieraus bereits den Sprung in das reguläre indische Schulsystem geschafft.

Länderspezifische Ausbildungspläne
Um einzuschätzen, welche Anforderungen beispielsweise die Familien an die Ausbildung ihrer Kinder stellen, dienen auch Projekte vor Ort: Eine Untersuchung leitet Prof. Horst Friedrich Rolly, Indien-Experte und Dekan für Sozialwissenschaften der Theologischen Hochschule Friedensau. Im Rahmen seiner Forschungen wurden Kinder, Eltern, Lehrer, Schulenbetreiber, Gemeinderäte und Bürgermeister nach ihren Bedürfnissen befragt. „Die Menschen aus ländlichen Gemeinden erwarten vom Schulbesuch ihrer Kinder in erster Linie, dass sie dadurch im täglichen Leben besser zurecht kommen und einen Beruf ergreifen können, der ihren Lebensunterhalt sichert“, erklärt Rolly.

Zwei Studenten der Kölner Hochschulgruppe Students in Free Enterprises (SIFE) hatten die Gelegenheit die Untersuchungen im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh zu unterstützen. Im Dezember 2008 waren sie zwei Wochen vor Ort tätig. „Es war gut zu sehen, dass ein multinationales Unternehmen wie Bayer CropScience seine Aufgabe als verantwortlicher Teil der Gesellschaft ernst nimmt, in seinem Einflussbereich Kinderarbeit zurückdrängt und ernsthaft versucht, die Schulsituation zu verbessern“, fasst die SIFE-Studentin Irmela Koch ihre Erfahrung zusammen. Johannes Hill, ebenfalls SIFE-Student, ist nach seiner Recherchereise durch Indien der Ansicht, dass neben dem Verbot von Kinderarbeit weitere Aktivitäten notwendig sind. „Man muss die Einschulung fördern und den Kindern den Weg zurück in das staatliche Schulsystem ermöglichen“, so Hill. Lehrinhalte müssten verstärkt berufsbezogene Elemente enthalten, so dass ein Nutzeffekt für Eltern und Kinder erkennbar sei. Wichtig ist außerdem: Die schulischen Ausbildungsmöglichkeiten an die jeweiligen Gegebenheiten in den Ländern anzupassen, denn: „Europäische Lernpläne und Unterrichtseinheiten lassen sich nicht einfach auf Indien übertragen“, so Rolly.

Ausbildung schafft Perspektiven
Bayer CropScience will Jugendlichen eine Berufsperspektive vor Ort eröffnen. In Zusammenarbeit mit Nicht-Regierungsorganisationen und lokalen Einrichtungen entstand im Januar 2008 das Berufsausbildungszentrum „Bayer School of Agriculture“ bei Hyderabad. Jeweils ein Jahr lang werden dort ca. 30 junge Menschen auf eine Berufstätigkeit in der Landwirtschaft vorbereitet. Ziel des Unterrichts ist es, den Schülern Wissen und Fertigkeiten zu vermitteln, die ihnen später ihren Lebensunterhalt mit einer regulären Tätigkeit in der Landwirtschaft ermöglichen. Der erste Jahrgang hat die einjährige Ausbildung Anfang 2009 erfolgreich abgeschlossen. Noch vor den Abschlussprüfungen hatten 19 der 27 Absolventen bereits Stellenangebote. Neben den finanziellen Mitteln hat sich Bayer CropScience auch bei der Entwicklung des Lehrplanes engagiert, denn Praxisbezug und technisches Wissen soll in der Ausbildung im Vordergrund stehen.

Wie man es schafft, solche Projekte nicht nur auf dem Papier zu konzipieren, sondern auch mit den Menschen vor Ort durchzusetzen, erklärt Suhas R. Joshi, Leiter des Child Care Program, folgendermaßen: „Gegenseitiges Vertrauen im Team ist unabdingbar. Jeder einzelne Mitarbeiter muss für das Programm leben, um zu überzeugen.“ Und die Initiativen zeigen Erfolg: Heute verzeichnet Bayer CropScience lediglich einzelne isolierte Fälle von Kinderarbeit, die geschulte Mitarbeiter des Unternehmens konsequent nachverfolgen und unterbinden. Die positiven Ergebnisse wurden durch Überprüfungen des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Ernst & Young bestätigt.


Aktuelle Projekte:

Lernen mit Handwerk - Lebensnahen Schulunterricht fördern

Mit dem Programm, „Introduction to Basic Technology (IBT)“, will Bayer CropScience den Nutzen von Bildung für die junge Bevölkerung in Indien vermitteln. Zusammen mit den beiden Nicht-Regierungsorganisationen Vigyan Ashram und Prajayatna hat das Unternehmen das Projekt seit dem Frühjahr 2008 vorbereitet. Es basiert auf der Idee des „learning by doing“ und stellt einen berufsbezogenen Unterricht an einem Schultag in der Woche dar. Das Konzept richtet sich vor allem an Kinder von der achten bis zur zehnten Klasse in staatlichen Schulen und soll ihnen Fertigkeiten nahe bringen, die sie im täglichen Leben anwenden können. Dabei wird nicht nur auf eine theoretische Basis gesetzt, sondern vor allem auch eine praktische Fortbildung angeboten. Die Schüler erarbeiten Wissen, das ihnen im Alltag nützt und auch im späteren Beruf wichtig ist: Das Spektrum reicht von haushaltsnahen Tätigkeiten wie Schneidern bis zum Umgang mit Elektrik, Klempnern und Ackerbau. „Wir haben das IBT Projekt im Dezember 2008 als Pilotprojekt in fünf Schulen im Bundesstaat Karnataka gestartet,“ sagt Satyajeet Subramanian, Projektmanager des Child Care Programs. „Es soll vor allem die Zahl der Schulabbrecher reduzieren und vermitteln, die Schulbildung interessanter machen und das Verhältnis zwischen der Schule und der Gemeinde stärken “, fügt er hinzu. Die Initiative zielt aber auch darauf, jungen Menschen die Möglichkeiten selbständiger Tätigkeiten aufzuzeigen. Durch die Vernetzung von Bayer CropScience mit staatlichen Bildungsinstitution und Nicht-Regierungsorganisationen sollen weitere Projekte vorangetrieben werden.


Postbüro mit Weizenbörse und Wetterkarte - Servicedienste vor Ort

Ein weiteres Projekt hat Bayer CropScience zusammen mit einer der Warenterminbörsen in Indien, der Multi-Commodities Exchange of India (MCX) mit Hauptsitz in Mumbai realisiert: Eine agrarwirtschaftliche Service-Plattform. Die nötige Infrastruktur bilden die landesweit vernetzten Postfilialen, die alle über einen Computer verfügen. In den 15 Postbüros, die durch unser Projekt abgedeckt werden, sollen Informationen bereitgestellt werden, die für die Landwirte vor Ort wichtig sind: Marktdaten, Preise von Nutzpflanzen und Pflanzenschutzmitteln sowie Wetterberichte. Den lokalen Betrieben werden so relevante Informationen vom „Samen bis zur Ernte“ zur Verfügung gestellt. Sie können Produkte vergleichen und bekommen Zugang zu nationalen und internationalen Handelsströmen. Und der Wissenszuwachs hilft ihnen nicht nur ihre eigene Produktion zu steigern, sondern auch das Weltmarktgeschehen zu verfolgen und daran teilzuhaben. Da die Farmer aber vielfach weder Lesen noch Schreiben, oder gar einen Computer bedienen können, werden diese Informationen von einem durch das Projekt finanzierten Mittelsmann aufbereitet und den Farmern beispielsweise über Tafeln zugänglich gemacht. Durch diese Initiative entsteht ein landlwirtschaftliches Servicezentrum, „Gramin Suvidha Kendra“ genannt. Damit können die Farmer aktuelle wirtschaftliche Zusammenhänge nutzen, beispielsweise die Ernte zwischenlagern, bis bessere Preise erzielt werden können. Sie erhalten aktuelle Wetterberichte und können seriöse Ernteversicherungen erwerben. Damit hofft Bayer CropScience die wirtschaftliche Situation im ländlichen Umfeld insgesamt zu verbessern und so auch die Voraussetzungen für den Schulbesuch von mehr Kindern zu schaffen.




Links für Ihre Recherchen:

Unter dem Leitsatz „Gemeinsam für Kinder“ setzt sich das Kinderhilfswerk der Vereinten Nation UNICEF gegen die Ausbeutung von Kindern ein: Hintergründe und Projektbeispiele der UNICEF bietet diese Seite.
http://www.unicef.de/kinderarbeit.html

Die internationale Webseite der UNICEF liefert Studien und Fakten wie Kinder vor Gewalt und Ausbeutung geschützt werden sollten.
http://www.unicef.org/protection/index.html

Statistische Daten und Analysen zur Situation von Kindern und Frauen vereint die angegliederte Webseite des internationalen Kinderhilfswerks.
http://www.childinfo.org

Auf der Webseite der International Labour Organization (ILO) findet sich das Internationale Programm zur Eliminierung von Kinderarbeit sowie Hintergrundinformationen und Statistiken zum Thema als auch zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit.
http://www.ilo.org/ipec/lang--en/index.htm

Das unabhängige entwicklungspolitische Kinderhilfswerk terre des hommes zeigt Konsequenzen von Kinderarbeit auf und formuliert Lösungsansätze für Verbraucher, Unternehmen und die Politik.
www.tdh.de/content/themen/schwerpunkte/kinderarbeit/index.htm

Das Forschungsprojekt Understanding Children’s Work (UCW) initiiert von ILO, UNICEF und World Bank arbeitet an der Verbesserung der Datenlage und kümmert sich um stärkere internationale Zusammenarbeit.
http://www.ucw-project.org

Auf dieser Seite bezieht Bayer CropScience in seiner Corporate Position Stellung zum Thema Kinderarbeit.
http://www.bayercropscience.com/BCSWeb/CropProtection.nsf/id/EN_Combating_Child_Labor/$file/ttp_ChildrensRights_en.pdf

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[ zuletzt geändert: Montag 8. Juni 2009 ]