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Technologien zur Ertragssteigerung


Erträge steigern, Naturflächen schützen

Bayer CropScience forscht auf vielfältige Art, um die Erträge von Nutzpflanzen zu steigern. Dies ist nicht nur für die Landwirte attraktiv. Höhere Erträge sind auch ein wichtiger Beitrag zum Schutz natürlicher Lebensräume – und damit der dort angesiedelten Tier- und Pflanzenarten. Denn: Nur wenn es gelingt, die Produktivität der Nutzpflanzen weiter zu steigern, werden die verfügbaren Ackerflächen ausreichen, um die ständig wachsende Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln und Agrarrohstoffen zu versorgen.

Eine höhere Poduktivität verringert den Flächenverbrauch: Natürliche Lebenräume bleiben erhalten.Eine geringere Produktivität erhöht den Flächenverbrauch: Natürliche Lebensräume und die Biodiversität werden bedroht.

Der nahe liegende Gedanke, dieses Problem durch zusätzliches Ackerland zu lösen, ist nicht wünschenswert. Denn dazu müssten natürliche Lebensräume, etwa Wald- oder gar Urwaldgebiete, entsprechend umgewandelt werden. Für die Artenvielfalt hätte dies negative Auswirkungen, da gerade dort besonders viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten zu finden sind.

Grundsätzlich gibt es zwei Wege, um die Erträge weiter zu steigern. Einerseits hilft die erfolgreiche Bekämpfung von Schädlingen, die noch immer einen Großteil der potenziellen Ernten zunichte machen. Andererseits sind aber auch innovative Technologien gefragt, die die Produktivität der Pflanzen selbst, also die Ertragsfähigkeit, erhöhen. In beiden Bereichen ist Bayer CropScience aktiv und leistet mit neuen Entwicklungen wichtige Beiträge.

Erträge von Nutzpflanzen deutlich erhöhen - auf Basis der derzeit verfügbaren Ackerflächen

Beispielhaft für neue Technologien ist die Hybrid-Technik. Mit ihr gelingt es Bayer CropScience, die Erträge von Nutzpflanzen deutlich zu erhöhen. Der Vorteil der Hybrid-Technik besteht darin, gezielt die Erbinformationen unterschiedlicher Sorten kombinieren zu können. Durch geschickte Wahl der „Elternpflanzen“ lässt sich auf diese Art und Weise Saatgut mit optimierten Eigenschaften gewinnen. Dies betrifft oft vor allem den Umfang der Erträge.

In einigen asiatischen Ländern und in Brasilien sind bereits Hybrid-Reis-Sorten von Bayer CropScience im Einsatz. Die damit erzielten Erträge liegen zum Teil mehr als 30 Prozent über denen herkömmlichen Saatguts. Gerade für die asiatischen Länder mit ihrem hohen Bevölkerungswachstum stellt dies einen wichtigen Beitrag zur Versorgung dar – und zwar auf Basis der derzeit verfügbaren Ackerflächen.

Erfolgreich hat Bayer CropScience die Hybrid-Technik auch schon bei Raps und Baumwolle angewendet. So wächst bereits besonders ertragreicher Hybrid-Raps von Bayer CropScience in Nordamerika, und Hybrid-Baumwolle ist inzwischen in den USA, in Südeuropa und in Indien auf dem Markt.

Nicht immer geht es bei der Saatgut-Optimierung so direkt um die Ertragsfähigkeit der Pflanzen. Zum Teil werden auch andere Eigenschaften gezielt beeinflusst. So arbeitet Bayer CropScience daran, die sogenannte Stresstoleranz der Pflanzen zu erhöhen. Gemeint ist damit die Fähigkeit, auch unter widrigen Umständen wie Dürre, Hitze, Kälte oder Bodenversalzung volle Erträge zu liefern. Im Zuge der Folgen eines möglichen Klimawandels könnte diesem Bereich wachsende Bedeutung zukommen. Erste dürretolerante Hirse- und Reissorten sind bereits im Einsatz, zum Beispiel in Indien.

[ zuletzt geändert: Freitag 30. Mai 2008 ]