|

Verbreitung:
Der Walzenförmige (oder Zylindrische) Walch hat seinen Ursprung in Westasien und Osteuropa. Der walzenförmige Walch wird zunehmend zu einem Problem in den Weizenanbaugebieten der USA.
Er gedeiht in Gebieten mit jährlichen Niederschlagsmengen von weniger als 250 bis über 500 mm.
Er ist genetisch mit dem Winterweizen verwandt und hat ein ähnliches Erscheinungsbild. Vorkommen: meist auf Flächen mit Winterweizen oder anderen Getreidearten, an Zäunen, Wegrändern und auf Ödland. Er ist gut angepaßt an Anbausysteme mit reduzierter Bodenbearbeitung oder an solche, die Stoppelmulch einsetzen. Auf Flächen mit ununterbrochenem Weizenanbau läßt er sich nur schwer bekämpfen. In frisch gesätem Herbstluzerne sowie in ausgedünnten Ständen kann er problematisch werden.
Biologie, Ökologie, Morphologie:
Der Walzenförmige Walch ist winterannuell und vermehrt sich über Samen. Mit Winterweizen, dem er in Wachstumshabitus und Erscheinungsbild ähnelt, ist er eng verwandt.
Das Wurzelsystem ist flach und faserig. Beim Heranreifen kann die Pflanze bis zu 135 Bestockungstriebe bilden. Meist wächst sie bis zu einer Höhe von 50-75 cm mit aufrechten Stengeln, die sich unten verzweigen und damit der Pflanze ein büschelförmiges Aussehen geben.
Das 1. Blatt des Keimlings ist oft bräunlich-grün.
Im Gegensatz zu Weizen besitzen die Blattspreiten älterer Keimlinge regelmäßige Randwimpern in Nähe des Blattgrundes.
Das jüngste Blatt ist gerollt.
Das Blatthäutchen ist membranartig und gestutzt, bis 1 mm lang.
Die Blattöhrchen sind kurz und behaart.
Der Blattscheidenrand hat regelmäßige, feine Haare.
Der Fruchtstand ist 5-8 cm lang mit jeweils 5-10 Ährchen. Jedes Ährchen kann bei einer Länge von 0,75—1,25 cm 2-5 Blüten haben und bildet normalerweise 1 bis 2 (manchmal 3) Samen. [MB1]Hüllspelzen mit einem in eine Granne verlängerten seitlichen Kiel; die Deckspelzen der obersten Ährchen besitzen rauhe und auffällig lange (4—5 cm) Grannen.
Das deutlichste Unterscheidungsmerkmal ist der gleichmäßige, 5—8 cm lange, knotenförmige, zylindrische Fruchtstand. Die Samen ähneln in Größe und Form denen von Weizen und lassen sich daher nur schwer aussieben. Die Knoten unterscheiden sich insofern von Weizensamen, als daß sie wie kleine Zweige aussehen. Die Samen des walzenförmigen Walches sind mit ihrem Spindelsegment verwachsen und verbreiten sich im Juni und Juli während der Weizenernte oder kurz davor. Im Reifestadium (meist mehrere Wochen vor der Weizenernte) fällt die intakte Ähre ab, wobei sich die mit ihrem Spindelsegment noch verwachsenen Ährchen abtrennen. Wird der Boden vom Grund des Keimlings entfernt, kommt das Ährchen zum Vorschein.
Verwandte Arten:
Aegilops triuncialis
(barbed goatgrass)
Aegilops tauschii
Aegilops ovata
=
Triticum ovatum
Aegilops speltoides
=
Aegilops bicornis
=
Triticum speltoides
|